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Das Brauchtum des Krampus:

 

 

Dieses Krampusbrauchtum in der Art wie wir es heute kennen, geht zurück auf das frühe 17Jhd., Reformation, Gegenreformation, wonach die evangelisch Gläubigen anfingen durch Spiele mit dem Christkind, welches meistens durch ein junge Frau dargestellt wurde, die Kinder zu überprüfen.
Darauf hin antwortete die katholische Kirche damit, dass sie die Belohnungen vom Hl. Nikolaus, welcher als Wohltäter und Gabenbringer bekannt war, von einer bräuchlich vollzogenen Prüfung in den Grundkenntnissen der katholischen Glaubenslehre abhängig machte.
Dies ersehen wir auch heute noch bei unseren Hausbesuchen, wo der Nikolaus ein von Kindern vorgetragenes "Vater unser" verlangen sollte.
Ebenso gehen leider nur mehr sehr wenige Krampus-Spiele auf diese Epoche zurück. Eines davon ist das Nikolo-Spiel in Bad Mitterndorf.
Die katholische Kirche übte dadurch, wenn man es so bezeichnen will, in gewisser Weise eine soziale Kontrolle aus.

 

Was hat jetzt der Krampus mit der ganzen Sache zu tun?

 

Der Heidnische-Keltische Brauch der Perchten, welche die Vorläufer des Krampus waren, erklärt sich durch die Keltisch-Germanische Göttin Perchta, welche als erster Unhold überhaupt überliefert wurde.
Die Perchten sind die Vorläufer der Krampusse und sind absolut Heidnischen Ursprungs.

 

Der Krampus:

 

Was bedeutet das Wort Krampus?

 

 Es gibt mehrere Deutungen wovon die plausibleste aus dem Wiener Raum stammt.
Dieser Ausdruck ist entstanden durch das Fertigen kleiner Figuren aus Dörrobst, vergleichbar mit dem uns heute noch bekannten "Zwetschgenkrampus".
Dieser entstand aus dem Grund, dass man ein Geist der sichtbar ist nur mehr halb so gefährlich ist.
Krampus bedeutet vom Wortstamm her, Vertrocknet, Verdorrt, Verblüht, Leblos.
Dieser Ausdruck findet sich auch noch in unserem heutigen Sprachbrauch, wenn auch in etwas abgeänderter Form, durch die Bezeichnung von verdorrten Pflanzen.
Dies ging und geht auch heute noch so weit, dass Frauen , die nicht unbedingt mit Schönheit gesegnet sind, so bezeichnet werden.
Beispiel: Na schau dir den Kraumpal an!

 

 

Aussehen, Maske


Fein geschnitzt, mit menschlichen Zügen (ein Gesicht). Dadurch zeigt er, dass er vom Menschen geschaffen wurde und von ihm abstammt. Es wurden ihm jedoch tierische Attribute, wie Fang- oder Reißzähne, die spitzen Ohren der Fledermaus, teilweise Katzenaugen verliehen, die jedoch alle eine eigene Bedeutung hatten. Somit verarbeitete die Bevölkerung der damaligen Zeit ihre Urängste und übertrug sie auf den unsichtbaren Feind.
a) Fang- oder Reißzähne: Sie sollten die Gefährlichkeit dieser Figur zeigen, denn gefletschte Zähne sind ein Zeichen für enorme Gefahr.
b) Fledermausohren: Sie bedeuteten dass diese Figur nicht greifbar ist, das kleinste Geräusch hört und sehr böse ist. (Es gibt überlieferte Darstellungen aus dem frühen Mittelalter, in denen der Teufel mit Fledermausflügeln abgebildet ist).
c) Katzenaugen: Sie zeigten die beinahe unheimliche Sehfähigkeit dieser Figuren auch bei Dunkelheit.

 

 

Fell und Ausstattung

Das Fell soll von einer Geißenart stammen um das Bockige, Aufsässige bzw. Unbeugsame des Krampusses darzustellen. Behörnung ebenfalls von Ziegenböcken. (Antilopen, Kudos, Springböcke, Hochlandrinder, und dergleichen wären nicht zulässig, werden aber heutzutage gern verwendet, da sie durch ihre enorme Größe äußerst spektakulär aussehen). Die Krampusrute ist richtig dargestellt wenn Birkenzweige verwendet wurden und sie mit einem roten Schnürband gebunden ist. (Die Birkenzweige symbolisieren das schlafende bzw. wiedererwachende Leben und das rote Schnürband versinnbildlicht die Farbe des Blutes). Die Berührung mit der Rute bedeutete somit den Wunsch nach Glück und Fruchtbarkeit. Ebenso hatten es die Bauern gern, wenn die Krampusse mit gesenkten Ruten über die Felder liefen und dadurch böse Geister von ihrem Besitz fernhielten. Dies wiederum ließ auf eine gute Ernte im darauffolgenden Jahr hoffen.